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Donnerstag, August 03, 2006

EZB erhöht Leitzins auf drei Prozent

Aus Sorge vor wachsender Inflation verschärft die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Tempo bei den Zinserhöhungen: Wie bereits allseits erwartet hat sie heute den Leitzins im Euro-Raum zum vierten Mal seit Dezember angehoben. Der wichtigste Zins für die Versorgung der Kreditwirtschaft steigt damit von 2,75 auf 3,00 Prozent.
Die letzte Zinserhöhung der EZB liegt erst acht Wochen zurück. Zuvor hatten die Währungshüter den Leitzins drei Mal jeweils im Vierteljahresrhythmus angehoben. Die Frage ist nun, ob die EZB im Zwei-Monats-Rhythmus fortfährt, bis die Zinsen ein Niveau erreicht haben, bei dem die EZB die Inflationsgefahren für gebannt hält. Die meisten Experten rechnen noch mit zwei weiteren Anhebungen im Oktober und Dezember bis auf 3,50 Prozent.
Beim Leitzins handelt es sich um den Satz, zu dem sich die Banken in der Eurozone Geld von der EZB leihen. Höhere Zinsen können auch als Konjunkturbremse wirken, weil sie Investitionen für Unternehmen verteuern. Für Verbraucher bringen Zinsanhebungen eine Verteuerung von Darlehen aber auch mehr Zinsen für manche Spareinlagen, das allerdings meist mit Verzögerung.

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