Privatisierung der Bahn durch Börsengang, das war bisher die Maxime der Bundesregierung. Strittig war nur, ob dieser Schritt mit oder ohne Schienennetz erfolgen sollte. Offenbar wird jetzt ein anderes Modell diskutiert.
Laut einem Bericht der
Süddeutschen Zeitung erwägt die Regierung statt eines Börsenganges Teile des Unternehmens an Investoren zu verkaufen. Dabei greife sie auf Ratschläge von Investmentbanken zurück, die vor einem voreiligen Börsengang warnen, schreibt das Blatt. In dem Bericht heißt es, dass in einem der beteiligten Ministerien bewusst nicht von einem Börsengang, sondern von einer teilweisen Privatisierung gesprochen werde. Im Finanzministerium werde zudem darauf verwiesen, dass der Bund schon früher Unternehmen verkauft habe, ohne sie an der Börse zu platzieren.
Noch gebe es keine Verhandlungen mit möglichen Käufern, aber in den Koalitionsfraktionen fühlen Investoren schon mal vor:
"Die geben sich im Bundestag die Klinke in die Hand", sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD, Uwe Beckmeyer.